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Lade einen digitalen Personalausweis auf Dein eigenes Smartphone.

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Mit IRMA ist es ganz einfach, sich auf Webseiten einzuloggen und sich auszuweisen. Dabei gibst du nur Informationen über dich preis, die relevant sind. Um beispielsweise einen bestimmten Film anzusehen, beweist Du, dass du älter als 16 Jahre bist, und nichts weiter.

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Du kannst mit IRMA auch Dokumente digital signieren. Du unterzeichnest dann mit einer Art digitalem Stempel. Auch hier werden nur relevante persönliche Informationen geteilt. Auf diese Weise kannst du mit IRMA als Arzt, als Bürger oder in einer anderen Rolle unterschreiben.

Sicherheit

Sicherheit

Die Daten in deiner IRMA-App stammen aus vertrauenswürdigen Quellen und sind kryptografisch signiert. Das bedeutet, dass die persönlichen Informationen, die du über dich preisgibst, echt sind und wirklich dich betreffen.

Mit IRMA hast Du in der Hand, was mit Deinen Daten passiert.

Erste Schritte mit IRMA

Erste Schritte mit IRMA

Die IRMA-App (Android und iOS) kann kostenlos heruntergeladen und mit eigenen Informationen gefüllt werden. Du kannst beispielsweise deine E-Mail-Adresse oder deine Handynummer in der IRMA-App speichern (diese werden dann erst überprüft). Wenn du in den Niederlanden wohnst, kannst du auch viele weitere Informationen (Name, Adresse usw.) bei deiner Gemeinde abrufen und in IRMA laden. Mit solchen Daten kannst du dich dann online ausweisen.

IRMA ist Mittel zum Zweck, kein Zweck an sich

IRMA ist Mittel zum Zweck, kein Zweck an sich

Die Verwendung von allerlei Passwörtern ist für jeden lästig. Dennoch müssen Webseiten wissen, mit wem sie es zu tun haben. IRMA bietet Gewissheit. Mit IRMA kannst du online einfach und sicher das tun, was du tun willst. Zum Beispiel einen Film anschauen, kaufen oder verkaufen.

Wo kann ich IRMA benutzen?

Wo kann ich IRMA benutzen?

Es gibt immer mehr Webseiten, auf denen du dich mit IRMA anmelden kannst. Ärzte in den Niederlanden können beispielsweise via IRMA Patientenakten einsehen (siehe helderIRMA-Demos ausprobieren.

Häufig gestellte Fragen und Antworten

Webseiten, bei denen man sich mit IRMA anmelden kann, haben einen Button, auf dem „Anmelden mit IRMA“ steht. Wenn du die IRMA-App noch nicht auf dem Smartphone hast, musst du sie erst installieren und mit den benötigten Informationen füllen.

Wenn du die IRMA-App bereits eingerichtet hast, gibt es zwei verschiedene Situationen, in denen Du Dich mit IRMA bei einer Webseite anmelden kannst::

  • Wenn du die Webseite auf deinem Computer oder Laptop besuchst und auf den IRMA-Anmelde-Button klickst, wird ein QR-Code angezeigt. Dann öffnest du die IRMA-App auf deinem Handy und gibst deine IRMA-PIN ein. Am unteren Rand der App befindet sich ein Button, mit dem du den QR-Code scannen kannst. Die App fragt dann, ob du die persönlichen Informationen freigeben möchtest, nach denen die Webseite fragt. Wenn du auf OK klickst, bist du angemeldet.
  • Wenn du die Webseite auf deinem Handy besuchst, öffnet sich nach dem Klick auf den IRMA-Anmelde-Button automatisch die IRMA-App. Nach der Eingabe des IRMA-PINs erscheint die Frage, ob du die angeforderten Informationen freigeben möchten. Wenn du auf OK klickst, kehrst du zur Webseite zurück und bist angemeldet. (Dies passiert im Normalfall automatisch, aber manchmal musst du selbst zurück zur Webseite navigieren.)

Es ist möglich, dass die Webseite nach Informationen fragt, die du noch nicht in deine IRMA-App geladen hast. Dann musst du diese Informationen erst laden, bevor du dich damit anmelden kannst.

Die IRMA-App ist international verfügbar, aber nur wenige Informationen können weltweit geladen werden. Bisher kannst du außerhalb der Niederlande nur deine E-Mail-Adresse, Handynummer und einige Daten aus Social Media (die nicht sehr zuverlässig sind) in die IRMA-App laden. Eine Herausforderung besteht im Moment darin, Partner in anderen Ländern zu finden, die relevante Daten an die IRMA-Benutzer herausgeben möchten.

Die Stiftung Privacy by Design ist bisher hauptsächlich in den Niederlanden tätig. Hier hat sie Verbindungen zu den Gemeinden, zu der Regierung, aber auch zu medizinischen und akademischen Registern aufgebaut. Ähnliche Verbindungen müssen in anderen Ländern erst hergestellt werden, um IRMA dort wirklich nützlich zu machen. Dabei sind jede Hilfe und Unterstützung willkommen. Also mach mit, wenn du interessiert bist.

Momentan ist die IRMA-App (und ihre Dokumentation) leider nur auf Englisch und Niederländisch verfügbar. Da der Quellcode der IRMA-App online steht, können Freiwillige aus anderen Ländern an der Entwicklung mitwirken, indem sie die relevanten Texte in ihre eigene Sprache übersetzen.

Auf unserem Dashboard (link) können Sie sehen, wie IRMA weltweit eingesetzt wird.

In deiner IRMA-App kannst du persönliche Informationen wie Name, Adresse und Geburtsdatum speichern, aber auch, ob du beispielsweise älter als 18 oder 65 Jahre bist. Du kannst auch eine oder mehrere E-Mail-Adressen und Handynummern hinzufügen (diese werden erst überprüft). Studenten und Angestellte in Universitäten und Hochschulen in den Niederlanden können eine digitale Studentenkarte oder Mitarbeiterkarte laden. Angestellte im holländischen Gesundheitswesen können die sogenannte BIG- und AGB-Registrierung hinzufügen. Du kannst auch Daten aus sozialen Medien (LinkedIn, Twitter, Facebook) laden. Allen Erwartungen nach, kann man in Zukunft noch viel mehr Daten in IRMA laden.

Ja, du kannst auf jedem (Android- und iOS-) Gerät eine separate IRMA-App installieren und sie mit persönlichen Informationen füllen. Dies kann sinnvoll sein, da du dich dann auch wenn du dein Handy verloren hast, weiterhin mit einem anderen Gerät anmelden kannst.

Deine persönliche Informationen werden ausschließlich in der IRMA-App gespeichert und mit einem PIN geschützt. Wenn du dich online anmeldest, gibst du nur die Informationen von dir preis, die in einer bestimmten Situation relevant und notwendig sind. Wenn du beispielsweise einen Rabatt erhalten möchtest, kannst du mit IRMA nachweisen, dass du studierst, ohne deinen Namen oder Studiengang preiszugeben.

Deine Informationen, die du in IRMA lädst, werden vom Herausgeber der Daten digital signiert. Infolgedessen kann die Webseite, bei der du dich anmeldest, kryptografisch überprüfen, ob die Daten echt sind. Dieser Austausch persönlicher Informationen erfolgt direkt zwischen deinem Smartphone und der Webseite. Niemand sonst kann sehen, dass du dich dort anmeldest. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber datenschutzfeindlichen Logins via Facebook oder Google. Wenn du dich beispielsweise mit Facebook-Login bei einem Online-Shop anmeldest, erfolgt der Austausch von Informationen anders: du musst dich erst bei Facebook anmelden, woraufhin Facebook dem Online-Shop mitteilt, wer du bist. Facebook weiß damit, wer sich wo anmeldet, und kann Profile von den Benutzern erstellen.

Die Informationen, die du in die IRMA-App lädst, sind nur in der App selbst und nirgendwo sonst gespeichert. Sie befinden sich also auch nicht irgendwo in einer Online-Cloud. Wenn du Daten aus der App entfernst, sind sie auch wirklich weg. Du erteilst immer eine ausdrückliche Erlaubnis, bevor persönliche Informationen von der IRMA-App an eine Webseite weitergegeben werden.

In der IRMA-App siehst du für jede deiner Informationen, wie lange diese noch gültig sind. Die Gültigkeitsdauer hängt von der Art der Daten ab, und insbesondere davon, wie oft sich die Informationen verändern können. Dein Name und dein Geburtsdatum sind zum Beispiel fünf Jahre gültig, deine Anschrift jedoch nur ein Jahr. Der Herausgeber der Informationen bestimmt die Gültigkeitsdauer. Die Gültigkeit von IRMA-Daten kann daher erlöschen. Die App warnt dich davor. Du kannst deine Informationen jederzeit aktualisieren, indem du sie wie beim ersten Mal beim Herausgeber abrufst. Zum Beispiel kannst du (in den Niederlanden) nach deinem 18. Geburtstag deine Daten erneut bei der Gemeinde abrufen, und so den Beweis, dass du älter als 18 bist, laden.

Auf einem neuen Telefon kannst du die IRMA-App erneut installieren. Derzeit gibt es leider noch keine Möglichkeit, Daten von einem Telefon auf ein anderes zu übertragen. Daran arbeiten wir. Glücklicherweise ist es nicht sehr schwierig, die Daten erneut zu laden. Es kann jedoch ein bisschen Zeit kosten.

Die IRMA-App auf deinem Telefon ist wie viele Internet-Banking-Apps mit einer PIN geschützt. Wenn du dein Smartphone verlierst, kann daher niemand deine IRMA-App benutzen und sich als du ausgeben. Wenn du eine gute PIN gewählt hast, musst du dir also keine Sorgen machen.

Du kannst dich sogar noch besser schützen: Wenn du die IRMA-App einrichtest, hast du die Möglichkeit, eine E-Mail-Adresse anzugeben. Diese E-Mail-Adresse kannst du benutzen um deine IRMA-App über die MyIRMA-Umgebung zu sperren. Dann kann die IRMA-App auf deinem verlorenen Telefon nicht mehr benutzt werden. Wenn du noch keine E-Mail-Adresse zu IRMA hinzugefügt hast, kannst du dies noch nachholen, indem du dich bei MyIRMA anmeldest. Es ist klug, das zu tun.

Wenn du eine Frage zum Anmelden via IRMA bei einer bestimmten Webseite hast, stellst du die Frage am besten an diese Webseite. Auch wenn dich eine Webseite auffordert, IRMA zu installieren und dies nicht funktioniert, stellst du am besten dort deine Fragen. Normalerweise enthalten Webseiten die IRMA einsetzen, auch Informationen darüber, wie du Fragen stellen kannst und mit wem du Kontakt aufnehmen kannst. Wenn du eine Frage zum IRMA-System selbst hast, kannst du eine Mail an irma@privacybydesign.foundation schicken.

Wenn du dich bei einer Webseite anmeldest, nimmt dein Smartphone direkt Kontakt mit der Webseite auf. Nachdem du dazu die Erlaubnis erteilt hast, gibt dein Telefon die angeforderten Informationen direkt an die Webseite weiter. Niemand anderes, auch nicht die Stiftung, die IRMA entwickelt hat, kann deine Informationen sehen.

IRMA wird von der Stiftung Privacy by Design entwickelt und betrieben. Diese Stiftung ging 2016 aus der Digital Security Forschungsgruppe der Radboud Universität in Nimwegen hervor. Die Stiftung ist unabhängig und gemeinnützig. Seit 2019 arbeitet die Stiftung Privacy by Design strategisch mit der SIDN Stiftung (für Internet Domain Registrationen in den Niederlanden) zusammen. Diese Zusammenarbeit trägt ebenfalls zur Stabilität und Kontinuität von IRMA bei.

Die IRMA-App ist für Benutzer kostenlos. IRMA ist zudem auch für Webseiten kostenlos, die es Besuchern ermöglichen, sich über IRMA anzumelden: Informationen können aus der IRMA-App angefragt und nach der Zustimmung des Benutzers freigegeben werden. Das Herausgeben von Informationen ist jedoch nicht kostenlos. Nicht jede Partei kann Informationen herausgeben; das würde schnell im Chaos enden.

Das Herausgeben von Informationen an IRMA ist kostenpflichtig und es muss ein Vertrag unterzeichnet werden, in dem sich die Partei dazu verpflichtet, ausschließlich akkurate Daten in die IRMA-App der richtigen Person herauszugeben.

Das Herausgeben von Informationen an IRMA ist kostenpflichtig und es muss ein Vertrag unterzeichnet werden, in dem sich die Partei dazu verpflichtet, ausschließlich akkurate Daten in die IRMA-App der richtigen Person herauszugeben.

Darüber hinaus steht sowohl für Webseiten, die IRMA einsetzen, als auch für Herausgeber von Informationen ein Vertrag ("SLA") zur Verfügung, der Verfügbarkeitsgarantien über SIDN bietet. Da es sich bei IRMA um ein dezentrales System handelt, bei dem Daten nur auf dem Smartphone gespeichert und direkt mit Webseiten ausgetauscht werden, hat die Organisation hinter IRMA eine relativ leichte Aufgabe. Da diese Stiftung kein Gewinnstreben hat, ist IRMA als Ganzes ein billiges System.

Die Software von IRMA ist bewusst Open Source. Das bedeutet, dass die Funktionsweise von IRMA für alle einsehbar ist: die Software ist online frei verfügbar (siehe GitHub). Das bedeutet auch, dass Personen außerhalb der Stiftung einen Beitrag leisten können. In der Tat tragen mehrere Organisationen mit Software und Designs zum IRMA Ökosystem bei. Natürlich muss man einiges über Computerprogramme wissen, um wirklich IRMAs Software zu verstehen, aber das Prinzip ist, was zählt: IRMA hat keine Geheimnisse und arbeitet transparent. Dies trägt zum Vertrauen in IRMA bei. Daher gibt es mit IRMA keine Diskussionen über versteckte Hintertüren, wie beispielsweise bei der 5G-Telekommunikation. Die Stiftung Privacy by Design ist der Meinung, dass Software, die in öffentlicher Infrastruktur zum Einsatz kommt, Open Source sein muss.

Die Geschichte hinter IRMA ist in einem IRMA Manifest beschrieben, das momentan leider nur auf Niederländisch zur Verfügung steht.

Umfangreiche Hintergrundinformationen darüber wie IRMA funktioniert, gibt es auf der Webseite der Stiftung Privacy by Design. Wer die Software von IRMA einsehen möchte, kann IRMAs Dokumentationsseite und das GitHub Repository besuchen.